Am Freitag zog man trotz optischer Feldüberlegenheit und ordentlicher Chancen beim Auswärtsspiel in Geretsried knapp mit 2:3 den Kürzeren.
Am Sonntag kassierte man dann zu Hause eine herbe 1:10-Klatsche gegen den EHC Waldkraiburg.
In Geretsried kam die Mannschaft gut aus der Kabine und erarbeitete sich zahlreiche Chancen. Sie scheiterte jedoch immer wieder am extrem stark aufgelegten Geretsrieder Torwart Korbinian Sertl. Bis zur 14. Spielminute hätte Landsberg eigentlich schon deutlich führen müssen. Doch dann jubelten die Gastgeber zuerst: Im ersten Powerplay erzielte Luis Huber den 1:0-Führungstreffer. Zunächst ließ sich Landsberg davon wenig beeindrucken und kam weiterhin zu guten Chancen. Allerdings wurden die Angriffsbemühungen zunehmend komplizierter. Trotz weiterer guter Möglichkeiten kam es für den HCL noch dicker: Gunars Skvorcovs baute die Führung für die Oberländer auf 2:0 aus.
Landsberg machte im zweiten Drittel dort weiter, wo das Team im ersten aufgehört hatte. Die Mannschaft hatte viel Scheibenbesitz, fand zunächst aber nicht den Weg zum Anschlusstreffer. Dieser gelang in der 27. Spielminute: Laurin Schadel erzielte im ersten Powerplay das 2:1. In der 32. Spielminute stellte Stephan Engelbrecht den alten Abstand wieder her. Er traf für die Gastgeber zum 3:1.
Im letzten Drittel erarbeitete sich Landsberg zahlreiche weitere Chancen. Luca Kinzel nutzte eine davon in der 45. Spielminute zum 3:2-Anschlusstreffer. Trotz unzähliger weiterer Möglichkeiten und deutlicher Feldüberlegenheit scheiterte Landsberg immer wieder an Korbinian Sertl. So blieb es bei der unglücklichen und knappen Auswärtsniederlage.
Das Spiel am Sonntag gegen den stark aufgestellten EHC Waldkraiburg begann gleich mit einem Nackenschlag. Erst 36 Sekunden waren gespielt, als Felix Lode das 0:1 für die Gäste erzielte. Er zog von der blauen Linie ab und setzte die Scheibe genau ins lange Eck. Landsbergs Torwart Michael Karg war chancenlos, da ihm die Sicht versperrt war. In der Folge war der Mannschaft die Verunsicherung förmlich ins Gesicht geschrieben. Einfache Dinge, die in den vergangenen Spielen noch geklappt hatten, funktionierten nun nicht mehr. So konnte Jakub Sramek bereits in der achten Minute auf 0:2 erhöhen. Nach 15 Minuten stand es bereits 0:3 für die Gäste. In den letzten Minuten vor der ersten Drittelpause kam Landsberg wieder zu guten Chancen. Allerdings waren zweimal der Pfosten und einmal Waldkraiburgs Torwart Christoph Lode zur Stelle. Landsberg kam nach der Pause bemüht aus der Kabine. Doch schon nach wenigen Minuten folgten die nächsten beiden Rückschläge: Waldkraiburg erhöhte auf 0:5. Daraufhin wechselte Trainer Bobby Linke den Torwart: Michael Karg machte in der 28. Spielminute Platz für Moritz Borst.
In der 28. Spielminute gelang Frantisek Wagner im Nachschuss der einzige Treffer für den HCL. In der nächsten Überzahl-Situation legte Waldkraiburg allerdings zum 1:6 nach und erhöhte wenige Minuten später sogar auf 1:7. Landsberg war nun völlig von der Rolle. So fielen im letzten Drittel noch einmal drei Tore. Die 1:10-Niederlage enttäuschte nicht nur die knapp 1.100 Zuschauer im Stadion. Sichtlich gezeichnet verabschiedete sich die Mannschaft von den Fans.
Trainer Robert Linke nach der Heimniederlage am Sonntag:
„Über die Niederlage heute müssen wir nicht diskutieren. Das war wirklich sehr, sehr bitter. Uns fehlen momentan das Selbstvertrauen und das Selbstverständnis in unserem Spiel. Trotz guter Leistungen in den vergangenen Spielen konnten wir nicht punkten und befinden uns derzeit in einer ungünstigen Dynamik, in der die Dinge nicht immer für uns laufen.
Wir müssen weiter hart arbeiten, dann kommen auch die Erfolge wieder. Momentan versuchen wir vieles mit der Brechstange; das sieht nicht immer glücklich aus. Die Jungs ziehen gut mit und arbeiten auch im Training hart. Das müssen wir jetzt beibehalten und im Spiel am Wochenende wieder umsetzen.“
