Ein äußerst durchwachsenes Wochenende liegt hinter den Riverkings. Trotz eines guten Startes, konnte die Mannschaft am Freitag gegen den Tabellenführer EHC Klostersee nicht gewinnen und unterlag knapp mit 2:3.
Am Sonntag zeigte das Team von Trainer Linke in Peißenberg über zwei Drittel lang eine starke Leistung, brachte sich aber selbst um den Lohn für das gute Spiel in den ersten 40 Minuten.
Beim Heimspiel gegen Klostersee starteten die Landsberger vor über 1.200 Zuschauern druckvoll in die Partie und gingen bereits nach drei Minuten durch einen Treffer von Mika Reuter mit 1:0 in Führung. Bis zur zehnten Spielminute spielte Landsberg weiter druckvoll nach vorne, konnte aber zunächst keinen weiteren Treffer erzielen. In der zweiten Hälfte des ersten Drittels kam Klostersee besser ins Spiel und glich in der 15. Spielminute durch Vincent Sauter zum 1:1 aus.
Im Laufe des zweiten Drittels musste Coach Bobby Linke auf Mika Reuter verzichten. Dieser konnte die Partie wegen Kreislaufproblemen nicht fortsetzen. Landsberg agierte nun über weite Strecken etwas passiver, kam aber trotzdem zu der einen oder anderen Torchance. Diese wurden allerdings allesamt vom stark haltenden Torwart Lukas Steinhauer vereitelt. In der 39. Spielminute gelang Nicolai Quinlan die erstmalige Führung für die Gäste. Mit diesem knappen Vorsprung ging es auch in die zweite Drittelpause.
Im letzten Drittel bemühte sich Landsberg, die Partie auszugleichen. Es dauerte jedoch bis zur 50. Spielminute, ehe Tobias Wedl in Überzahl den viel umjubelten Ausgleich zum 2:2 erzielen konnte. Drei Minuten später erzielte Nicolai Quinlan mit seinem zweiten Treffer das Siegtor für die Gäste.
Trainer Robert Linke zeigte sich nach dem Spiel unzufrieden mit seiner Mannschaft. In diesem Spiel sei mehr drin gewesen, allerdings hätte man dafür weiter dem Matchplan folgen müssen. Einige Spieler seien noch nicht voll in der Saison angekommen, so der Trainer.
Beim Derby in Peißenberg merkte man von Beginn an, dass die Ansprache von Trainer Linke offensichtlich Früchte getragen hatte. Landsberg spielte konsequent und einfach nach vorne und arbeitete hart. Im gegnerischen Drittel war Christopher Kasten der erste Profiteur davon: Bereits in der dritten Minute konnte er von der blauen Linie aus schießen und das 1:0 für den HC Landsberg erzielen.
Der HCL blieb weiter am Drücker, und so konnte Victor Östling in der neunten Spielminute den nächsten Treffer für Landsberg erzielen. Er verwertete einen Nachschuss zum 2:0. Die circa 350 mitgereisten Landsberger Fans sahen einen engagierten Auftritt der Mannschaft. Zählbares sprang im Verlauf des ersten Drittels allerdings nicht mehr heraus.
Im zweiten Drittel drückten die Riverkings dem Spiel weiter ihren Stempel auf. Mit schnörkellos vorgetragenen Angriffen setzten sie die Gastgeber unter Druck. Trotzdem erzielte Ilia Zheltakov in der 26. Spielminute den Anschlusstreffer zum 1:2. Nur zwei Minuten später stellte Landsbergs Kapitän Tobias Wedl mit einem flachen Schuss auf der Höhe des Bullypunkts den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Als Florian Reicheneder in der 33. Spielminute in Überzahl sogar das 4:1 für den HCL erzielte, schien die Partie endgültig zugunsten der Landsberger zu kippen.
Im letzten Drittel erhöhte Peißenberg den Druck, und Landsberg verlor zunehmend den Faden. Der nächste Treffer fiel folgerichtig für die Hausherren – allerdings auf kuriose Art und Weise: Dominik Ebentheuer wollte den Puck eigentlich nur tief spielen, um zum Wechseln zu fahren. Die Scheibe versprang dabei jedoch so ungünstig, dass sie dem ansonsten stark haltenden Michael Karg im Landsberger Tor durchrutschte.
Nach diesem Anschlusstreffer zum 2:4 agierte Landsberg zunehmend passiv und spielte nicht mehr mit derselben Konsequenz wie in den ersten beiden Dritteln. Die Folge: Ilia Zheltakov verkürzte mit seinem zweiten Treffer auf 3:4. Als Manuel Müller zwei Minuten vor dem Ende nach einer unnötigen Fünf-Minuten-Strafe auf der Strafbank Platz nehmen musste, kippte die Partie endgültig zugunsten der Hausherren. Weiland Parrish erzielte eine Minute vor dem Ende in Überzahl den Ausgleich zum 4:4.
Da eine Fünf-Minuten-Strafe trotz eines Gegentreffers nicht aufgehoben wird, starteten die Riverkings auch in der anschließenden Verlängerung in Unterzahl. Marek Haloda sicherte den Zusatzpunkt für die Hausherren in der 62. Spielminute.
Landsbergs Trainer Bobby Linke sagte nach der Derbyniederlage am Sonntag:
„Wir waren in unseren Aktionen nicht mehr konsequent und haben uns am Ende durch dumme Strafen zu gefährlichen Zeitpunkten unnötig auf die Verliererstraße gebracht.
Aktuell haben wir sehr viel Pech in den eigenen Offensivaktionen, aber unsere mangelnde Disziplin ist unser Hauptproblem.
Es tut mir vor allem leid für unsere Fans, dass wir es derzeit nicht schaffen, uns für deren Support zu revanchieren.
Es ärgert uns selbst am allermeisten, weil wir Coaches täglich im Training sehen, wieviel Potential im Team steckt.“
