Im ersten Spiel des Wochenendes traf der HC Landsberg auf den vierfachen und letztjährigen Bayernligameister EHC Königsbrunn.
Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel mit hohem Tempo und vielen schönen Spielszenen. Nach einigen Torschüssen auf beiden Seiten konnte der HCL zuerst jubeln. In der zehnten Spielminute überwand Lorenzo Valenti aus kurzer Distanz den Königsbrunner Torhüter Stefan Vajs. Allerdings gelang Königsbrunn nur zwei Minuten später in Überzahl der Ausgleichstreffer. Torschütze war hier Kilian Steinmann.
In der weiterhin offenen Partie gelang Mika Reuter der nächste Treffer. Die Vorarbeit dazu leistete Lukas Heß. Noch vor der ersten Drittelpause nutzte Tim Bullnheimer eine weitere Überzahl-Situation zum 2:2. Den Schlusspunkt in diesem durchaus unterhaltsamen ersten Drittel setzte dann Victor Östling. Er erzielte den 3:2-Pausenstand im Nachschuss.
Im zweiten Drittel zogen die Landsberger in der 23. Minute dann auf 4:2 davon. Torschütze war hier Raivo Freidenfelds, der einen schönen Alleingang erfolgreich abschließen konnte. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Spiel körperlicher, und somit kam es immer wieder zu Strafen. Für beide Mannschaften ein Höhepunkt war dabei eine Auseinandersetzung in der 23. Spielminute, bei der drei Spieler auf beiden Seiten auf der Strafbank Platz nehmen mussten. Allerdings resultierte daraus kein weiteres Tor.
Im letzten Drittel versuchten die Gäste alles, um noch einmal in die Partie zu kommen. Landsberg verteidigte über weite Phasen bei fünf gegen fünf clever, dennoch konnten sie den 4:3-Anschlusstreffer für Königsbrunn in der 49. Minute nicht verhindern. Königsbrunn drückte danach weiter, und als ein Landsberger auf der Strafbank Platz nehmen musste, gelang Niklas Länger in der 53. Spielminute der 4:4-Ausgleich. Nachdem die restliche Spielzeit torlos blieb, ging es in die fünfminütige Overtime. Hier konnten die rund 800 Landsberger Fans zum ersten Mal einen Landsberger Sieg in der Vorbereitung bejubeln: Victor Östling erzielte den entscheidenden Treffer zum 5:4.
Miesbach – HCL
Beim Auswärtsspiel am Sonntag in Miesbach fehlten Kapitän Tobi Wedl wegen einer leichten Verletzung, Egils Kalns und Christopher Kasten aus nicht unerfreulichen privaten Gründen sowie Mika Reuter vorsichtshalber wegen einer leichten Erkrankung.
In einem schnellen und fairen Spiel kamen beide Mannschaften im ersten Drittel zu einigen guten Chancen. Kurz vor der Pause musste Jonas Huber auf Seiten der Landsberger auf der Strafbank Platz nehmen – und Miesbach konnte die Überzahl nutzen: Patrick Asselin traf mit einem harten Schlagschuss zur 1:0-Führung.
Im zweiten Drittel waren keine zwei Minuten gespielt, da konnte der HC Landsberg das erste Mal jubeln. Raivo Freidenfelds bediente den hinter dem Tor stehenden Lukas Heß, der in unmittelbarer Nähe des Tores lauerte und eiskalt zur 1:1-Ausgleich abschloss.
In der Folge wurden die Duelle zunehmend körperlicher und so kam es dazu, dass eine Überzahlsituation für Miesbach zur erstmaligen Führung führte. Stefan Kuhn brachte die Gastgeber mit 2:1 in Führung. Trotz einiger sehr guter Chancen für Landsberg blieb es bis zur zweiten Drittelpause bei diesem Ergebnis.
Im letzten Drittel erhöhten die Landsberger das Tempo und machten ordentlich Druck auf das Tor der Miesbacher. Leider waren diese Bemühungen zunächst nicht von Erfolg gekrönt. Ganz im Gegenteil: In der 47. Spielminute erhöhte Kelvin Walz in Unterzahl der Oberländer auf 3:1. In der 52. Spielminute war es dann endlich soweit: Mit einem Stretch Pass bediente Laurin Schadel den an der gegnerischen blauen Linie lauernden Frantisek Wagner, und dieser schloss eiskalt zum 3:2-Anschlusstreffer ab. Landsberg machte weiter Druck, und so konnte die Mannschaft von Trainer Robert Linke nur zwei Minuten später ein weiteres Mal jubeln: Maximilian Hermann erzielte mit einem Schlenzer von der blauen Linie den 3:3-Ausgleich.
Mit diesem Unentschieden ging es auch in die anschließende Verlängerung. Hier nutzte Miesbachs Kapitän Maximilian Vollmayer einen Scheibenverlust der Gäste und erzielte den 4:3-Siegtreffer für die Hausherren.
Trotz allem zeigte sich Trainer Robert Linke durchaus zufrieden mit den zwei Spielen am vergangenen Wochenende:
„Wir haben es am Freitag sehr gut gemacht, hatten dann am Samstag und Sonntagvormittag zwei intensive Trainingstage und haben trotz reduziertem Kader auch am Sonntag phasenweise wirklich sehr strukturiert gespielt. Die Jungs haben in den vergangenen Tagen gut mitgezogen. Jetzt wollen wir uns die nächsten Tage intensiv auf das erste Punktspiel vorbereiten. Unser ganzer Fokus gilt jetzt einem guten Saisonstart.“
