Am vergangenen Freitag startete der HC Landsberg mit einer Serie von Saisonvorbereitungsspielen.

Zu Gast im Landsberger Eisstadion war der Oberligist EV Lindau. Trotz des schönen Sommertages sahen erstaunliche 722 Zuschauer ein schnelles und von beiden Seiten recht körperbetontes Eishockeyspiel zweier ausgeglichener Mannschaften.

Auf Seiten der Landsberger fehlten der beruflich verhinderte Christopher Kasten sowie Luca Kinzel und Maximilian Hermann. Nach einem etwas nervösen Beginn kamen die Landsberger immer besser ins Spiel und erarbeiteten sich einige gute Chancen, unter anderem durch Jonas Huber und Mika Reuter. Zunächst konnten sie daraus jedoch kein Kapital schlagen.

Neuzugang Egils Kalns machte es in der siebten Minute dann besser: Er verwandelte einen Alleingang unhaltbar für den Gästetorwart. In der Schlussminute des ersten Drittels konnte Lindau durch den belgischen Nationalspieler Sam Verelst jedoch noch zum 1:1 ausgleichen.

Im zweiten Drittel ging es Schlag auf Schlag. Zunächst erhöhte Frantisek Wagner in der 22. Spielminute auf 2:1 für die Gastgeber. Nur eine Minute später konnte Corvin Wucher jedoch erneut ausgleichen. Noch in derselben Spielminute brachte Egils Kalns die Landsberger mit seinem zweiten Treffer wieder in Führung.

In der Folge entwickelte sich ein Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Eine davon nutzte Rocco Andreacchi zum 3:3-Ausgleich. Im letzten Drittel hatte der HCL über weite Strecken sogar ein leichtes Übergewicht. Trotzdem war es Lindau, das zwei Minuten vor dem Ende durch Grando erstmals in Führung ging. In der letzten Spielminute war es erneut Frantisek Wagner, der den viel umjubelten Ausgleichstreffer erzielen konnte. Die anschließende Verlängerung blieb torlos.

Im abschließenden Penaltyschießen konnte lediglich Andreas Farny den stark haltenden Landsberger Torwart Moritz Borst überwinden. Somit gingen die Gäste am Ende zwar glücklich, aber nicht unverdient als Sieger vom Eis.

Trainer Robert Linke:

„Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich von meiner Mannschaft gesehen habe. Wir hatten uns vor dem Spiel vorgenommen, dass jeder für den anderen kämpft, ein hohes Maß an Laufbereitschaft zeigt und im eigenen Drittel konzentriert und strukturiert verteidigt. Das ist uns gut gelungen. Das Spiel war ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Wir wollen in den nächsten Wochen intensiv an unserem System und den Grundlagen für eine erfolgreiche Saison arbeiten. Der Start ist uns jedoch wirklich gut gelungen.“