Die Riverkings stehen im Halbfinale der Bayernliga-Saison 2025/26! Grundlage dafür war ein 3:2-Sieg im sechsten Playoff-Spiel gegen den EHC Klostersee.
Nachdem seit fast 14 Tagen eine Krankheitswelle im Team grassiert, war mit diesem Ergebnis von vielen so nicht gerechnet worden. Mit einer kämpferisch und spielerisch starken Leistung überzeugte das Team von Martin Hoffmann allerdings alle vom Gegenteil.
Der HCL startete mit vielen von einer Erkältungswelle geschwächten Spielern in die Partie. So waren neben Victor Östling auch Mika Reuter, Frantisek Wagner und sechs weitere Spieler ziemlich angeschlagen. Alle stellten sich jedoch in den Dienst der Mannschaft und kämpften auch in dieser Partie aufopferungsvoll für den HC Landsberg. Im Tor begann Moritz Borst, der im gesamten Spiel eine starke Leistung zeigte und mehr als einmal schon sicher geglaubte Tore verhindern konnte.
Insgesamt war die Partie von einem körperlich harten und schnellen Spiel geprägt, sodass die ein oder andere Strafzeit nicht ausblieb. Zwei Minuten vor der ersten Drittelpause war es Frantisek Wagner, der nach guter Vorarbeit von Lukas Heß mit einem verdeckten Handgelenkschuss Klostersees Goalie Lukas Steinhauer überwinden konnte. Als am Ende des Drittels Simon Röder und Nicolai Quinlan auf Seiten der Grafinker auf der Strafbank Platz nehmen mussten, ergab sich in doppelter Überzahl die Chance, die Führung weiter auszubauen. Trotz einiger Möglichkeiten gelang dies jedoch nicht.
Klostersee spielte ähnlich wie Landsberg schnell nach vorne und suchte den direkten Zug zum Tor. Der Ausgleichstreffer in der 28. Spielminute fiel allerdings durch einen abgefälschten Schuss von der blauen Linie. Torschütze war Kelvin Walz. Trotz Chancen auf beiden Seiten blieb der weitere Verlauf des Drittels torlos.
In der 43. Minute brachte Victor Östling den HCL wieder in Führung. Sein sehenswerter Treffer zum 1:2 erhöhte noch einmal den Druck auf die Gastgeber. Diese rannten in der Folge weiter auf das Landsberger Tor an. Die Riverkings verteidigten allerdings leidenschaftlich und warfen sich in jeden Schuss, sodass es bis zur 51. Minute dauerte, ehe Simon Röder den Ausgleichstreffer für Klostersee erzielte. Er fackelte nicht lange und verwertete einen Puck, der ihm eher zufällig vor die Füße fiel, per Direktabnahme unhaltbar für Torwart Moritz Borst. Der Jubel der knapp 1.000 Zuschauer währte allerdings nicht lange. Nur 30 Sekunden später, im direkten Gegenzug, traf Manuel Müller durch einen platzierten Schuss von der Seite zum 3:2. Müller fand die knapp bierdeckelgroße Lücke zwischen Lukas Steinhauers Schulter und dem Torgestänge.
Diesmal kannte der Jubel der rund 350 Landsberger Fans keine Grenzen. In den letzten knapp zehn Minuten des Spiels drückte Klostersee auf das Tor von Moritz Borst. Dieser hielt jedoch mit der Unterstützung der Landsberger Feldspieler seinen Kasten sauber, und so konnte der HC Landsberg den viel umjubelten Einzug in das Halbfinale der Bayernliga-Saison feiern.
Trainer Martin Hoffmann: „Ich bin sehr, sehr stolz auf meine Mannschaft. Was sie in den letzten Spielen geleistet hat, ist wirklich aller Ehren wert. Wir hatten in den vergangenen 14 Tagen keine einfache Phase, da viele unserer Spieler erkrankt waren beziehungsweise immer noch erkrankt sind. Sie haben sich alle angeschlagen in den Dienst der Mannschaft gestellt und wirklich alles gegeben, um ins Halbfinale einziehen zu können.
Heute haben wir wirklich sehr stark gespielt, waren taktisch diszipliniert und hatten auch eine gute Qualität bei unseren Schüssen. Letztendlich hat das dann auch den Ausschlag gegeben, dass wir die Serie auf unsere Seite ziehen konnten.Der Knackpunkt der Serie war sicherlich der Sieg in Spiel fünf am vergangenen Dienstag. Die Jungs waren wirklich sehr entkräftet, und wir haben insbesondere im zweiten Drittel nicht gut gespielt. Wie wir dann den Sieg unter Mobilisierung aller noch verfügbaren Kräfte in den letzten zehn Minuten auf unsere Seite gezogen haben, das war wirklich der Wahnsinn. Ich möchte mich aber auch beim EHC Klostersee für diese tolle Playoff-Serie bedanken. Es war ein toller Fight zweier Teams auf Augenhöhe. Sie haben alles auf dem Eis gelassen und am Ende waren es wirklich nur Nuancen die den Ausschlag für uns gegeben haben.
Für uns geht es jetzt darum, etwas zu regenerieren und uns dann gezielt auf unseren nächsten Gegner Schweinfurt vorzubereiten. Unser Weg ist noch nicht zu Ende, und wir wollen alles daran setzen, dass wir gegen Schweinfurt am kommenden Wochenende gut in die Serie starten. Ich möchte mich an dieser Stelle aber auch noch einmal bei der unfassbaren Unterstützung unserer Fans bedanken. Sie haben uns heute noch einmal einen Push gegeben, und wir freuen uns jetzt schon auf die Unterstützung in den kommenden Spielen.“
