Zwei völlig unterschiedliche Spiele standen am vergangenen Wochenende für die Riverkings auf dem Programm.

Musste man sich am Freitag noch knapp mit 3:4 dem Tabellenersten aus Schweinfurt geschlagen geben, siegte man am Sonntag deutlich und souverän mit 6:3 gegen den Tabellenvorletzten Amberg. Damit ist der HC Landsberg weiterhin voll im Rennen um die Play-off-Plätze und belegt aktuell Rang fünf der Tabelle.

Gegen die Schweinfurt Mighty Dogs entwickelte sich von Beginn an ein echtes Spitzenspiel mit viel Tempo und Einsatz. Die Gäste hatten dabei die größeren Spielanteile, doch Landsberg setzte immer wieder Nadelstiche nach vorne und stand defensiv relativ sicher. In der sechsten Spielminute ließ die Schweinfurter Hintermannschaft Victor Östling in ihrem Drittel gewähren. Dieser zog ab, und Lars Grözinger fälschte den Puck zur 1:0-Führung für die Riverkings ab. In der insgesamt ausgeglichenen Partie konnten die Gäste jedoch in der elften Spielminute durch Kevin Heckenberger in Überzahl ausgleichen. Mit diesem Spielstand ging es auch in die erste Drittelpause.

In der 31. Spielminute nutzten die Mighty Dogs eine doppelte Überzahl eiskalt und gingen durch Kristers Donins erstmals mit 2:1 in Führung. Nur fünf Minuten später folgte jedoch die Antwort des HCL: Frantisek Wagner bediente Mika Reuter, der einen Alleingang souverän zum 2:2-Ausgleich abschloss.

Im letzten Drittel wurden Landsberg jedoch die zahlreichen Strafen des nicht unumstrittenen Schiedsrichter-Gespanns zum Verhängnis. In der 44. Minute gingen die Gäste erneut in Überzahl durch Dzerods Alksnis mit 3:2 in Führung. Als der überragende Tomas Cermak diese Führung in der 46. Spielminute auf 4:2 ausbaute, schien die Partie für die Riverkings bereits entschieden.

Allerdings versuchten die Gastgeber in der Schlussphase noch einmal alles und konnten in der 51. Minute durch Benedikt Diebolder den Anschlusstreffer zum 3:4 erzielen. Trotz zahlreicher guter Chancen in den letzten Minuten blieb es jedoch bei der knappen Niederlage. Die 1.170 Zuschauer konnten angesichts der Leistung der Landsberger trotz des verlorenen Spiels durchaus zufrieden nach Hause gehen.

Im zweiten Spiel des Wochenendes startete die Mannschaft von Trainer Martin Hoffmann mit viel Schwung und Zug zum Tor in die Partie gegen Amberg. Bereits nach drei Minuten durfte die dritte Reihe des HCL erstmals jubeln: Benedikt Diebolder verwandelte einen Nachschuss zur 1:0-Führung. Die Gastgeber standen weiter stark unter Druck und gerieten in der vierten Spielminute in Unterzahl, was Landsberg nutzte, um die Führung auf 2:0 auszubauen. Lukas Heß fälschte dabei einen Schuss von Matthias Binder unhaltbar für Ambergs Torwart David Kubik ab. In der zwölften Spielminute nutzte Filip Bergsdorf eine weitere Überzahlsituation zum 3:0, womit die Partie bereits deutlich zugunsten der Landsberger zu kippen schien.

In der Folge sahen die rund 50 mitgereisten Landsberger Fans jedoch, wie Amberg in der 15. Spielminute durch Brandon Walkom in doppelter Überzahl auf 1:3 verkürzte und nur eine halbe Minute später in einfacher Überzahl sogar den Treffer zum 2:3 erneut durch Walkom erzielte. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die erste Drittelpause.

Im zweiten Drittel erzielte Daniel Krieger in der 29. Spielminute den Ausgleich zum 3:3 für die Gastgeber, wodurch die Partie zu kippen drohte. Doch Landsberg hatte die passende Antwort parat: Nur 30 Sekunden später bediente Manuel Müller Benedikt Diebolder mustergültig, und dieser brachte Landsberg mit einem Direktschuss aus drei Metern wieder in Führung. Drei Minuten später schloss Mika Reuter einen schönen Konter zum 5:3 ab, ehe noch vor der Pause Manuel Müller in Überzahl auf 6:3 erhöhte.

Im letzten Drittel verwaltete Landsberg die Führung clever und kam zu weiteren guten Chancen, die jedoch entweder vom stark haltenden David Kubik oder vom Torgestänge vereitelt wurden. So endete die Partie verdient mit einem 6:3-Erfolg für die Riverkings.

Trainer Martin Hoffmann äußerte sich zufrieden über das Wochenende:

„Meine Mannschaft hat sich beim Auswärtsspiel in Amberg, nachdem der Gegner zum 3:3 ausgeglichen hatte, nicht aus der Ruhe bringen lassen und die Partie anschließend relativ souverän gewonnen. Die Art und Weise, wie sich die Jungs selbst aus dieser Situation herausgearbeitet haben, macht mich stolz.

Am Freitag war Schweinfurt die bessere Mannschaft, wir haben aber gut dagegengehalten. Insofern geht die knappe Niederlage in Ordnung. Für uns war es wichtig, in Amberg zu gewinnen, um weiter im Rennen um die Play-offs zu bleiben. Wir wollen diese Woche hart arbeiten, um optimal auf die beiden wichtigen Spiele gegen Burgau und Schongau vorbereitet zu sein. Um weiter oben dabei zu bleiben, müssen wir auch am kommenden Wochenende punkten. Darauf liegt jetzt unser ganzer Fokus.“