Lange Gesichter bei den Landsberg Riverkings

Nach dem 10:2-Kantersieg gegen Schongau kassieren die Landsberger in Passau wieder eine deftige Niederlage. HCL-Trainer Randy Neal sucht nach den Gründen.

„Passau war heute einfach stärker als wir“, räumte HCL-Trainer Randy Neal nach dem Spiel ein. Dem 10:2-Kantersieg gegen Schongau folgte für die Landsberg Riverkings bei den Black Hawks eine deftige 2:7-Niederlage. „Neben Füssen war das eines der schnellsten Spiele. Passau hatte einen schlechten Saisonstart, hat aber sehr gut Spieler“, lautete das Urteil von Neal.

Oft den berühmten Schritt zu spät

Die Black Hawks seien immer den wichtigen Schritt schneller und auch stärker in den Zweikämpfen gewesen. „Woran es liegt, vielleicht an unserem kleinen Kader“, sagte Neal. Nur 15 Feldspieler und zwei Torhüter standen zur Verfügung, diesmal fehlte auch Dejan Vogl. „Dann bekommen wenige Spieler viel Eiszeit“, nennt der Trainer der Riverkings einen Grund für die Überlegenheit der Gastgeber.

Insgesamt war das erste Drittel zwar ausgeglichen, doch die bessere Chancenverwertung zeigten die Gastgeber. In Überzahl (7.) und in der 11. Minute stellte Passau auf 2:0, ehe Thomas Fischer auf 1:2 verkürzte (13.). Es ging weiter hin und her – Landsberg hatte ein Mal Glück bei einem Pfostentreffer der Gastgeber, kassierte in der 19. aber doch noch den dritten Gegentreffer.

Im zweiten Drittel geling kein Tor

Und es wurde nicht besser: Im zweiten Drittel fanden die Landsberger nicht ins Spiel, konnten das Tempo nicht ganz mitgehen – und kassierten einige Strafen. Zwar überstanden die Riverkings eine doppelte Unterzahl, doch kaum wieder komplett, schlug es zum 4:1 hinter Keeper Christoph Schedlbauer ein (30.). In Überzahl dagegen lief beim HCL erst mal nichts zusammen und als je ein Landsberger und ein Passauer auf der Strafbank waren, stellten die Gastgeber auch noch auf 5:2 – es war nicht der Abend der Riverkings.

Helmut Kößl trifft von der blauen Linie

Doch im letzten Abschnitt kam schnell wieder Hoffnung auf: Passau kassierte gleich zu Beginn zwei Strafen und in doppelter Überzahl verkürzte Dennis Neal schon in der 43. Minute auf 2:5. Es ging weiter in Überzahl für die Landsberger, doch die brachte nichts ein. Vielmehr traf Passau, kaum wieder komplett, zum 6:2 (46.) – Torschütze war der gebürtige Denklinger und frühere EVL-Spieler Helmut Kößl in Diensten der Black Hawks. Und in Überzahl legten die Gastgeber in der 48. Minute auch noch das 7:2 nach – es zeichnete sich ein bitterer Abend für die Riverkings ab.

Auch die nächste Überzahl der Landsberger verstrich ohne Auswirkungen, immerhin kassierten die Riverkings, die dann wieder mit zwei Mann auf der Strafbank saßen, kein weiteres Gegentor – 2:7, diese Niederlage ist schon bitter genug. Auf das „perfekte“ Wochenende mit sechs Punkten müssen Neal und sein Team weiter warten.


Beitrag © Margit Messelhäuser
Bild © Julian Leitenstorfer
Quelle : https://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/sport/Lange-Gesichter-bei-den-Landsberg-Riverkings-id52615956.html