Der HC Landsberg verliert die Partie in acht Minuten

Im Test gegen den Oberligisten aus Memmingen ist Landsberg lange ebenbürtig. Warum die Riverkings aber deutlich unterliegen und es Grund für Optimismus gibt.

Zwei Drittel konnten die Eishockeyspieler des HC Landsberg im Testspiel gegen Memmingen vor 615 Zuschauern weitgehend ausgeglichen gestalten. Weil sie aber im mittleren Drittel gegen den höherklassig spielenden Gegner den Faden verloren, setzte sich der Favorit aus dem Unterallgäu im Landsberger Sportzentrum letztlich mit 5:2 durch. HCL-Pressesprecher Joachim Simon bescheinigte dem Team anschließend dennoch eine gute Leistung. „Im Mitteldrittel war Memmingen deutlich besser. Sonst war das eine Leistung die Hoffnung macht. Das sieht auch unser Trainer Fabio Carciola so.“

Sehenswerte Einzelaktion von Adriano Carciola

Dabei war der Start in die Partie gegen den Oberligisten durchaus vielversprechend. Adriano Carciola eroberte für den Bayernligisten Landsberg den Puck im gegnerischen Drittel. Dann umspielte er einen Verteidiger und den Torwart der Gäste und traf zum 1:0 in der 12. Minute. Lange hatte die Führung in der temporeich geführten Partie aber nicht bestand. Memmingen nutzte eine doppelte Unterzahl der Gastgeber aus (16.). Laut Joachim Simon wählten die Schiedsrichter eine enge Linie, was zu vielen Strafen auf beiden Seiten führte. Kurz vor Ende des ersten Drittels vermochten es die Landsberger ihrerseits nicht, eine doppelte Überzahl auszunutzen.

Fehler im Spielaufbau

Das mittlere Drittel begann für die Riverkings denkbar schlecht. Zwar hatte die Mannschaft einen Spieler mehr auf dem Eis, aber Marek Charvat verlor den Puck und foulte seinen Memminger Gegenspieler. Den fälligen Penalty konnte Torhüter David Blaschta allerdings abwehren. In der Folge dominierte Memmingen das Spiel aber und zog auf 1:4 davon. „In den sieben acht Minuten vor der Drittelpause sind uns zu viele Fehler unterlaufen und der Puck war teils im Aufbauspiel schon wieder weg“, sagte der Pressesprecher.

Spieler verletzt sich bei seinem Treffer

Ein Ausrufezeichen setzte dann noch einmal Adriano Carciola mit einer sehenswerten Einzelleistung in der 53. Minute. Er eroberte im neutralen Drittel des Spielfeldes die Scheibe, ließ erneut einen Verteidiger aussteigen und markierte das 2:4. Dabei rutschte er allerdings auch gegen das Gehäuse und konnte den Rest der Partie nicht mehr mitspielen. „Es ist zum Glück nichts Schlimmeres passiert. Er hat sich eine Prellung zugezogen“, informiert Simon auf Nachfrage des LT. Den Gästen aus dem Unterallgäu war es dann vorbehalten, den letzten Treffer zu erzielen. Mit der Schlusssirene landete der Puck im leeren Tor.

Besonders zufrieden sind die Verantwortlichen beim HCL damit, dass der Verein mit vier Reihen gegen Memmingen durchspielen konnte. Lob gab es von Simon auch für das U20-Talent Timo Kindl. „Er hat seine Sache in der vierten Reihe ordentlich gemacht.“ Und auch Goalie Blaschta hob er heraus. „Er hat wirklich gut gefangen.“

Quelle: Landsberger Tagblatt