Der HC Landsberg bewirbt sich um die Aufnahme in die Oberliga

Die Riverkings greifen die Saison 2020/21 in der Eishockey-Oberliga Süd an! Nach langen und konstruktiven Verhandlungen und Gesprächen zwischen den Verbänden und mehreren Vereinen der Oberliga sowie einigen Bayernligisten wird jetzt eine tiefgreifende Reform der Ligenstruktur umgesetzt, die es dem HC Landsberg möglich macht, sich um einen Startplatz in der Oberliga Süd zu bewerben.

„In der bisherigen Form wäre ein Aufstieg und eine Teilnahme am Oberliga-Spielbetrieb ein wirtschaftliches und sportliches Abenteuer gewesen, das für uns nicht zu verantworten wäre“, so Riverkings-Präsident Frank Kurz. „Wir freuen uns, dass auf Anregung mehrerer Vereine, darunter auch der HCL, ganz entscheidende Punkte in Angriff genommen werden, die es für uns jetzt seriös und realistisch erscheinen lassen, diesen Schritt zu wagen.“

In den letzten Wochen wurde zwischen dem Deutschen Eishockey Bund (DEB), dem Bayerischen Eissportverband (BEV) und einigen Vereinen der Oberliga Süd und der Bayernliga intensiv überlegt, wie die Struktur in beiden Serien so verändert werden könnte, dass die Ligen eine ähnliche Teilnehmerzahl aufweisen und sich im Spielmodus und Aufwand wieder etwas angleichen. Bis dahin waren in der Oberliga Süd lediglich 11 Vereine vorgesehen, in der Bayernliga dafür 17 Teams.

Um dieses Ungleichgewicht zu verringern, sollte es auch für kleinere Standorte wieder interessanter werden, sich nachhaltig in der Oberliga zu etablieren. Im Zentrum stand dabei neben einiger organisatorischer Veränderungen hauptsächlich der Spielmodus. Aus dem Kreise dreier Bayernligisten reifte in Zusammenarbeit mit dem DEB und dem BEV ein Vorschlag. Den Teilnehmern der Oberliga wird mit 40 Spielen plus möglichen Playoffs Planungssicherheit garantiert. Die letzten drei Klubs der Oberliga treten auch künftig in einer Verzahnung mit der Bayernliga um die Oberligaqualifikation für die nächste Saison an.

Auf Basis dieser Veränderungen erklärte sich neben dem HC Landsberg Riverkings mit Passau auch ein weiterer Bayernligist jetzt – auch im Sinne des deutschen und bayerischen Eishockeys – bereit, sich um eine Aufnahme in die Oberliga Süd zu bewerben. Der dritte Bayernligist Miesbach sah wegen verschiedener finanzieller Herausforderungen rund um deren Stadion jetzt doch keine Möglichkeit aufzusteigen, so dass die Oberliga Süd in der kommenden Saison mit 13, die Bayernliga mit 15 Vereinen an den Start gehen wird.
Dienstagsspiele werden abgeschafft

HCL-Präsident Frank Kurz: „Die Rahmenbedingungen für die Oberliga haben sich jetzt soweit verändert, dass man auch dort wieder als leistungssportorientiertes Team mit überwiegend Amateuren zu finanziell absolut stemmbaren Bedingungen spielen kann. Es entfallen die für berufstätige Spieler nicht leistbaren Dienstagsspiele und die Gesamtzahl der bisher 60 Spiele wurde deutlich reduziert. Wir freuen uns, dass die Vorschläge von uns Bayernligisten auf offene Ohren gestoßen sind. Wenn nun mit der Lizensierung alles steht, dann freuen wir uns auf attraktive Spiele z.B. gegen Rosenheim, Riessersee, Memmingen, Füssen und Peiting.“

Unabhängig von der Ligenzugehörigkeit wird der Verein auf jeden Fall den eingeschlagenen Weg, mit jungen und eigenen Spielern aus dem Verein und der Region anzutreten, beibehalten. „Unsere mittel- und langfristige Strategie steht und sie wird sich auch in der neuen Liga letztendlich als erfolgreich erweisen, davon sind wir felsenfest überzeugt. Wir haben in der Vergangenheit immer seriös und nachhaltig, sowohl sportlich, als auch finanziell gearbeitet, davon werden wir auch zukünftig keinen Millimeter abweichen“, so Kurz weiter. „Sehr dankbar ist das gesamte Präsidium unserem Hauptsponsor 3C-Carbon, dessen großzügige und dauerhafte Unterstützung, auch in dieser schwierigen und bewegten Zeit, das alles erst möglich macht!“

Sportlich wird sich der HCL auch zukünftig von einigen möglichen Niederlagen nach einem Aufstieg nicht aus der Bahn werfen lassen. „Wir wollen uns mittelfristig in der Oberliga etablieren. Die Mannschaft wird auf alle Fälle immer 120% geben und freut sich auf die neue Liga. Die Spieler waren der Meinung: „Ja, wir wollen und machen das.“ Wir hoffen, dass uns die Fans auch in der nächsten Saison die Treue halten und uns bei diesem Schritt unterstützen. Denn eines ist klar, wir sind gekommen um zu bleiben!“

In den nächsten Wochen wird vor den Verantwortlichen der Riverkings jede Menge Arbeit liegen, um auf und neben dem Eis gut in die neue Saison zu starten. Zwar ist die Kaderplanung so gut wie abgeschlossen und wird auch durch einen Aufstieg nicht signifikant geändert, aber es müssen jetzt zeitnah die nötigen Unterlagen für eine Lizenzerteilung beim Verband eingereicht werden. Dann kann sich Landsberg auf jede Menge neue attraktive Gegner freuen.