Einen guten Start in die Bayernliga-Saison 2026/27 erwischten die Riverkings am vergangenen Samstag.
Im offiziellen Eröffnungsspiel der Bayernliga besiegten sie ihren letztjährigen Halbfinalgegner, die Mighty Dogs aus Schweinfurt, mit 6:4.
Bereits vor dem Spiel wurde die neue Bayernliga-Saison mit einem Fanfest für die Fans aller Bayernligisten auf dem Stadionvorplatz gefeiert. Vor 1.999 Zuschauern trafen anschließend zwei schnelle und technisch starke Mannschaften aufeinander. Landsberg tat sich in den ersten Minuten allerdings noch etwas schwer ins Spiel zu kommen. Zu Beginn hatten die Schweinfurter die besseren Möglichkeiten. Das erste Tor fiel jedoch für den HCL: František Wagner überwand in der vierten Spielminute den Gästetorwart Leon Pöhlmann mit einem strammen Handgelenksschuss aus halbrechter Position und erzielte das 1:0. In der neunten Minute konnten die Gäste aus Franken durch ihren Kapitän Kevin Heckenberger in Überzahl ausgleichen.
Landsberg kam nun zunehmend besser ins Spiel, während Schweinfurt einige Unsicherheiten in der Abwehr zeigte. Nachdem zunächst die eine oder andere Chance ungenutzt geblieben war, erhöhten Mika Reuter in der 14., Victor Östling in der 15. und Raivo Freidenfelds in der 16. Spielminute mit sehenswert herausgespielten Toren auf 4:1.
Gästecoach Sergej Waßmiller musste reagieren und wechselte den Torhüter. Von nun an stand Benedict Rossberg im Tor. Bis zur Mitte des zweiten Drittels stand Landsberg sicher in der Abwehr und spielte immer wieder strukturiert nach vorne. Ab der 30. Minute verloren die Gastgeber allerdings zunehmend den Faden. So gelang es den Gästen, innerhalb von drei Minuten durch Kristers Donins, Georg Pinsack und Renars Alksnis drei Tore zu erzielen und zum 4:4-Pausenstand auszugleichen.
Zu Beginn des letzten Drittels war keineswegs klar, auf welche Seite das Spiel kippen würde. Beide Mannschaften zeigten starke Defensivaktionen und trugen immer wieder gute Angriffe vor. Einen dieser Angriffe nutzte Dominic Erdt in der 45. Spielminute zur 5:4-Führung für Landsberg. Er zog von der linken Seite aus der Distanz ab und der Puck fand seinen Weg durch zahlreiche Spieler ins Tor der Schweinfurter.
Landsberg verteidigte die knappe Führung nun mit viel Leidenschaft und Herzblut. Schweinfurt versuchte alles, um noch den Ausgleich zu erzielen, und nahm eine Minute vor dem Ende zugunsten eines sechsten Feldspielers den Torwart vom Eis. Als Lorenzo Valenti auf Landsberger Seite 50 Sekunden vor dem Ende eine umstrittene Strafe kassierte, schien es, als könnten die Gäste die Partie doch noch ausgleichen. Raivo Freidenfelds sicherte jedoch eine Sekunde vor dem Ende mit einem Empty-Net-Tor den ersten Landsberger Saisonsieg zum Endstand von 6:4. Der Jubel der Landsberger Fans kannte nun natürlich keine Grenzen mehr. Die ohnehin schon gute Stimmung in der Halle, angeheizt von den beiden Fanlagern, erreichte ihren Höhepunkt.
Im Anschluss an die Partie äußerte sich Landsbergs Trainer Bobby Linke wie folgt:
„Im ersten Drittel war das Spiel sehr ausgeglichen, allerdings konnten wir die Tore erzielen. Dass es im zweiten Drittel nicht so weitergehen würde, war uns allen klar. Zu Beginn haben wir noch gut verteidigt, ab Mitte des Drittels aber zunehmend den Faden verloren und waren viel zu passiv. Die Folge war das 4:4 zur zweiten Pause. Im letzten Drittel hätte das Spiel in beide Richtungen kippen können. Wir waren dabei die etwas glücklichere Mannschaft. Zum Schluss haben wir leidenschaftlich verteidigt und uns den Sieg durchaus verdient. Für die Zuschauer war es ein super Spiel und eine echte Werbung für das Eishockey. Wir Trainer haben allerdings auch einige Dinge gesehen, an denen wir noch arbeiten müssen. Es ist unsere Aufgabe, in den kommenden Trainingstagen den einen oder anderen Fehler abzustellen, damit wir auch in der kommenden Woche gegen Schongau und Burgau erfolgreich spielen können.“
