Nach dem ersten intensiven Wochenende im Playoff-Viertelfinale gegen den EHC Klostersee steht es in der Best of Seven Serie 1:1.

Im ersten Spiel trafen am vergangenen Freitag die Riverkings zuhause auf den EHC Klostersee. Die 1.715 Zuschauer sahen von Beginn an ein spannendes und intensiv geführtes Aufeinandertreffen zweier Teams auf Augenhöhe.

Im ersten Drittel hatte zunächst der EHC Klostersee etwas mehr vom Spiel, doch Landsberg stand in der Defensive um Torhüter Moritz Borst sehr stabil. So waren es die Gastgeber, die den ersten Treffer erzielten: František Wagner traf in der 19. Spielminute in Überzahl mit einem verdeckten Schuss zur 1:0-Führung für die Riverkings.

Beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie von Beginn an in den Playoff-Modus geschaltet hatten. Die Partie wurde mit viel körperlicher Präsenz geführt, inklusive der einen oder anderen handfesten Auseinandersetzung. Im Mitteldrittel kam es zu einem intensiven Faustkampf zwischen Landsbergs Thomas Callaghan und einem Gegenspieler. Für diese Einlage mussten jedoch beide Spieler mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vorzeitig vom Eis.

In der 34. Minute sorgte Filip Bergsdorf nach hervorragender Vorarbeit von Frantisek Wagner für den nächsten Treffer des HCL. Aus kurzer Distanz überwand er den stark haltenden Torhüter des EHC Klostersee zum 2:0. Die Fans beider Mannschaften peitschten ihre Teams weiter nach vorne, und so erhöhte Lars Grözinger auf 3:0, als er einen Schuss von Laurin Schadel unhaltbar ins Grafinger Tor abfälschte. Klostersee gab jedoch nicht auf und konnte kurz vor der zweiten Drittelpause jubeln: Björn Sali verkürzte auf 3:1.

Im letzten Drittel versuchte das Team aus Grafing alles, um das Spiel noch einmal zu drehen. Entsprechend offensiv agierten die Gäste, während der HC Landsberg in dieser Phase etwas zu passiv spielte. So gelang Kelvin Walz in der 44. Spielminute der Anschlusstreffer zum 3:2.

Nun entwickelte sich die Partie zu einer wahren Abwehrschlacht für den HC Landsberg. Das Team von Trainer Martin Hoffmann warf sich in jeden Schuss, arbeitete die Scheibe konsequent aus dem eigenen Drittel und kämpfte um jeden Zentimeter Eis. Dieser Einsatz wurde belohnt: Landsberg rettete das 3:2 über die Zeit und konnte so den ersten Sieg in der Serie feiern.

Am Sonntag kam es dann zum zweiten Aufeinandertreffen, diesmal in Grafing. Landsberg verschlief den Beginn der Partie, während Klostersee mit viel Tempo und körperlicher Präsenz aus der Kabine kam. So war es wenig überraschend, dass Mark Bosecker bereits in der vierten Spielminute für die 1:0-Führung der Hausherren sorgte. Nur eine Minute später konnten die Klostersee-Fans unter den 861 Zuschauern erneut jubeln: Alexandre Gagnon traf zum 2:0. Beide Treffer fielen bei gleicher Spielerzahl. Der HCL war in dieser Phase stets einen Schritt zu langsam und zeigte zu wenig Körperspiel Als man in der zehnten Spielminute wegen eines Stockfouls erstmals auf die Strafbank musste, erhöhte Nicolai Quinlan im Powerplay auf 3:0 für die Gastgeber. In der Folge stabilisierte sich die Landsberger Mannschaft etwas, konnte offensiv jedoch nur wenige Akzente setzen. Zwar brachte man im zweiten Drittel mehr Schüsse auf das Tor des EHC Klostersee, wirklich zwingend war dies jedoch nicht. Im Gegenteil: In der 26. Spielminute traf Florian Gaschke in doppelter Überzahl zum 4:0.

In der 40. Minute durften dann die rund 150 mitgereisten Landsberger Fans erstmals jubeln: Linus Voit verkürzte im Nachschuss auf 4:1. Im letzten Drittel verwaltete Klostersee das Spiel clever und erhöhte durch einen Überzahltreffer von Kelvin Walz auf 5:1, ehe Matthias Binder mit einem Schuss von der blauen Linie den 5:2-Endstand herstellte.

Am kommenden Freitag steht in der sehr ausgeglichenen Serie das nächste Spiel auf dem Programm. Spielbeginn ist um 20:00 Uhr im Landsberger Eisstadion.

Trainer Martin Hoffmann sagte nach der Partie:

„Das Spiel war heute vor allem zu Beginn eine Katastrophe. Wir waren nicht am Mann, sind nicht intensiv in die Zweikämpfe gegangen und haben den Start komplett verschlafen. In der Folge sind wir nicht mehr richtig in die Spur gekommen. Jetzt wissen wir aber, wie es nicht geht. Am Freitag müssen wir wieder all das zeigen, was uns im ersten Playoff Spiel und auch in den Ligaspielen davor ausgezeichnet hat. Wir müssen viel laufen, konsequent in die Zweikämpfe gehen und bereit sein zu leiden. Nur dann können wir solche Spiele gewinnen. Das Gute ist, dass es noch sehr früh in der Serie ist und am Freitag wieder alles bei null beginnt. Gemeinsam mit unseren fantastischen Fans wollen wir dann wieder vorlegen.“