Die Riverkings gehen in Erding leer aus

Dreimal gehen die Landsberger bei den Gladiators in Führung und unterliegen doch mit 6:4. Fast noch mehr ärgert HCL-Trainer Neal aber eine Matchstrafe.

In dieser Saison ist die Bayernliga an Spannung kaum zu überbieten – bislang jedenfalls. Nach dem 12. Spieltag liegen die Mannschaften von Platz drei – Königsbrunn mit 21 Punkten – und Rang 11 – Geretsried – gerade mal fünf Punkte auseinander. Mittendrin der HC Landsberg, der sich gestern in Erding mit 4:6 geschlagen geben musste und damit von Platz drei auf Rang fünf gerutscht ist.
Viele Strafen ab dem zweiten Drittel

„Diese Liga ist heuer unheimlich eng“, sagte auch HCL-Trainer Randy Neal nach dem Spiel. Und sie sei wesentlich stärker als noch vor einem oder zwei Jahren – dem seien die jungen Schiedsrichter eher selten gewachsen. Und so gab es auch diesmal ab dem zweiten Drittel viele Strafen. „Wir haben den Rest des Spiels fast nur noch in Unterzahl gespielt“, so Neal. „Auch wenn wir keinen Punkt geholt haben: Wir haben toll gekämpft“, lautet sein Fazit. Mit dem Sieg haben die Erding Gladiators die Riverkings vorerst überholt – nach den Spielen am Sonntag kann das schon wieder ganz anders aussehen.

Immer wieder kassierte der HCL den Ausgleich

Zwei Mal legten die Landsberger im ersten Drittel vor – zwei Mal glichen die Gastgeber wieder aus. Dem 1:0 durch Dennis Sturm (6.) folgte nur eine Minute später das 1:1. Auch das 2:1 durch Tyler Wiseman in der 11. Spielminute hatte nicht lange bestand – nach 14 Minuten stand es 2:2 und damit ging es auch in die erste Pause.

Im zweiten Drittel nahmen die Strafen zu, was aber weniger an der Leistung der Mannschaften als an den Schiedsrichtern lag. Unter anderem kassierte Tyler Wiseman eine Matchstrafe, die man sich auf Landsberger Seite nicht erklären konnte. Zuvor aber hatte Dennis Neal bei doppelter Landsberger Unterzahl die Riverkings in Führung gebracht (23.), aber Erding nutzte diese Überzahl noch aus, um auf 3:3 auszugleichen. Es ging weiter hin und her, als nächstes schlug es wieder im Kasten der Riverkings ein – mit einem Mann weniger traf Erding zum 4:3 (34.) und mit dieser knappen Führung für die Gladiators endete auch das zweite Drittel.
Am Sonntag gibt es gegen Dorfen die nächste Chance

Für die Landsberger war noch nichts verloren, auch nach dem schnellen 5:3 für Erding – wiederum in Überzahl – in der 44 Minute, war die Partie offen. Landsberg kämpfte sich zurück und Sven Gäbelein brachte den HCL in der 49. Minute wieder auf 4:5 ran – eines der wenigen Tore in dieser Partie, in der beide Mannschaften komplett auf dem Eis standen.

Landsberg drängte auf den Ausgleich, doch der wollte einfach nicht fallen. In den letzten Minuten setzte Trainer Randy Neal noch mal alles auf eine Karte, nahm Keeper Markus Kring für einen weiteren Feldspieler vom Eis, doch dann kam Erding an die Scheibe und traf zum 6:4-Endstand ins leere Landsberger Tor.

Am Sonntag können die Riverkings gleich wieder ihre Bilanz aufbessern – ab 17 Uhr geht es zu Hause gegen Dorfen. Dann aber ohne Tyler Wiseman, der nach seiner Matchstrafe erst mal gesperrt ist.


Beitrag © Margit Messelhäuser
Bild © Julian Leitenstorfer
Quelle : https://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/sport/Die-Riverkings-gehen-in-Erding-leer-aus-id52717121.html