Zittersieg mit großem Unterhaltungswert

Nach einem überlegenen ersten Drittel geraten die Riverkings gegen Schongau in Schwierigkeiten. Doch die drei Punkte bleiben in Landsberg. (Margit Messelhäuser)

Es ist der vierte Sieg in Folge für die Landsberger Riverkings: Mit 4:3 setzte sich die Mannschaft von Trainer Randy Neal gestern Abend vor über 750 Zuschauern im Derby gegen Schongau durch. Es war ein hartes Stück Arbeit für die Gastgeber, denen man zum Schluss anmerkte, dass die Kraft nachließ – das glichen sie mit einem enormen Einsatz und Kampfgeist aus, sodass der Sieg am Ende vielleicht ein bisschen glücklich, auf jeden Fall aber verdient war.

In dem schnellen Spiel gab es Chancen auf beiden Seiten, zunächst blieben aber HCL-Keeper Christoph Schedlbauer und sein Gegenüber Christoph Lohr die Sieger. Auch eine Überzahl nach gut zwei Minuten für die Landsberger brachte kein Tor. Aber kaum war Schongau wieder komplett, gingen die Riverkings in Führung. Markus Kerber hatte sich die Scheibe erkämpft, passte zu Marcel Juhasz und der sah Sven Gäbelein – 1:0.

Markus Kerber trifft in Unterzahl

Es kam noch besser, denn obwohl in Unterzahl, erhöhten die Landsberger auf 2:0 (9.). Wieder eroberte Markus Kerber die Scheibe, lief durch und spielte Schongaus Keeper perfekt aus. Schongau wurde danach stärker und einige Male musste Schedlbauer retten, so ging es mit dem 2:0 zum ersten Mal in die Pause.

Und im zweiten Abschnitt war von der Überlegenheit der Landsberger nicht mehr viel zu spüren. Schongau kontrollierte jetzt die Partie und es war eher verwunderlich, dass es bis zur 32. Minute dauerte, bis Schongau zum inzwischen verdienten 1:2-Anschlusstreffer kam. Danach war das Spiel wieder ausgeglichener und eine Überzahl in der 39. Minute nutzten die Landsberger zum 3:1 – Thomas Fischer verwandelte den Abpraller nach einem Schlagschuss von Andreas Geisberger.

Gegentor in der letzten Minute des zweiten Drittels

Aber noch in der letzten Minute verkürzte Schongau zum 2:3 – ein spannendes letztes Drittel war vorprogrammiert. Doch es wurde noch dramatischer als erwartet. Zunächst sorgte Tobias Wedl mit einem kuriosen Tor für das 4:2. Auf Höhe der Torlinie schoss er Schongaus Keeper auf den Rücken, von dort prallte der Puck ins Tor. Bis dahin hatte fast nur Schongau das Spiel gemacht, Landsberg wirkte müde, aber die Riverkings kämpften verbissen und das vor allem in den letzten zwei Minuten: Zwei Spieler mussten auf die Strafbank und Schongau nahm den Keeper für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Die Riverkings warfen sich in die Schüsse und Keeper Schedlbauer schien vier Arme und vier Beine zu haben – Schongau verzweifelte und Schedlbauer wurde auch zum Spieler des Tages gewählt. Zwei Sekunden vor Schluss traf Schongau zwar noch zum 3:4, der hoch verdiente Sieg war den Landsbergern aber nicht mehr zu nehmen.


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