Wieder zurück am Lech

Landsbergs Bäderleiter Thomas Zeck liebt Wasser – aber nur im gefrorenen Zustand. In der kommenden Saison spielt der Verteidiger für die Riverings. Beim Sommerfest am Samstag soll noch ein Zugang vorgestellt werden.  –  Frauke Vangierdegom

Das Sprichwort „Aller guten Dinge sind drei“ hat für Thomas Zeck, den Bäderleiter des Landkreises Landsberg, eine ganz eigene Bedeutung. Zum dritten Mal wird der 36-Jährige nämlich ab dieser Saison auf dem Landsberger Eis zu finden sein.

Nach seinem Aufstieg mit dem damaligen EVL in die Oberliga in der Saison 2004/05 und seinem zweiten Einsatz 2010/11 will der Verteidiger im Trikot mit der Nummer 44 erneut für Erfolge der Landsberger Eishockey-Mannen sorgen.

In der Bayernliga verspricht sich der 1,80 große Zeck neuen Schwung und Elan – auch für sich selbst. Denn, wie er im Gespräch mit dem LT sagt, hätte er kurzzeitig überlegt, die Schlittschuhe an den Nagel zu hängen. „Nach einer langen Saison hat man eigentlich immer erst einmal die Schnauze voll“, erklärt Zeck.

Irgendwie habe er sich völlig erschöpft gefühlt, die lange Zeit, die er dem Eishockey überhaupt und auch dem EC Peiting, bei dem er zuletzt in der Oberliga gespielt hat, habe ihren Tribut gefordert. Aber – wie es eigentlich immer in der Sommerpause zwischen zwei Saisonen sei – so war es auch diesmal: „Nach ein paar Wochen Ruhe kommt die Freude am Spielen wieder zurück.“

Um aber dennoch seinem geliebten Hobby eine neue Richtung verpassen zu können, habe er sich entschieden, Peiting zu verlassen und beim  HC Landsberg anzuheuern.

Faszination am schnellen Sport

Wer von Kindesbeinen an den Kontakt mit dem Eis kennt, der verliert – wie es Thomas Zeck beweist – die Faszination am schnellen Sport auf zwei Kufen wohl nie. Drei Jahre alt war der kleine Thomas, als ihn sein Vater zum ersten Mal mit aufs Eis nahm. „Von da an war ich immer dabei“, erinnert sich Thomas Zeck, dessen Bruder Andreas ein nicht minder begeisterter Eishockey-Spieler ist und zwei Jahre Trainer der Landsberger Riverkings war.

„Eishockey hat meine Kindheit und Jugend geprägt“, sagt der Verteidiger. Viele Freundschaften seien im Rahmen dieses Sports entstanden, von dem Zeck sagt: „Das Mannschaftsgefüge fasziniert mich, zusammen gewinnen und zusammen verlieren, das schweißt zusammen.“ Schnell, athletisch und körperbetont ist der Sport, dem seine ganze Leidenschaft gehört, der ihn so sehr gefangen hat, dass er nie eine andere Sportart ausprobiert hat.

„Natürlich gibt es auch andere Aktivitäten in meinem Leben“, so Zeck. Rennradfahren, Laufen und Powern im Fitnessstudio gehören dazu. Schwimmen allerdings eher nicht obwohl Thomas Zeck seit August 2006 als Bäderleiter im Landkreis Landsberg für die Schwimmbäder in der Region zuständig ist. „Ich kann zwar schwimmen, bin aber überhaupt keine Wasserratte“, verrät der Meister für Bäderbetriebe.

Wer glaubt, Zeck wolle mit seinem Wechsel aus der Oberliga in die Bayernliga eine „ruhige Kugel“ schieben, der irrt. „Hier geht es sicher nicht ruhiger zu, die Bayernliga hat sich unglaublich entwickelt“, erläutert der Eishockey-Spieler. „Da geht nichts im Vorbeigehen“, blickt er auf die kommende Saison.

Ein Wörtchen mitreden

Dass die Riverkings in der Bayernliga ein entscheidendes Wörtchen beim Kampf um die oberen Listenplätze mitreden werden, davon ist er überzeugt. „Der unheimlich gute Zusammenhalt unter den Jungs ist mit ausschlaggebend für Erfolge.“ Er wird in der Saison 2017/18 auf jeden Fall seinen Beitrag leisten, damit die Tore fallen und Gegentore ausbleiben.

So lange es geht will er seine aktive Zeit noch genießen, auch wenn, teils altersbedingt, das eine oder andere Wehwehchen schon mal auftritt. Und dann? „Darüber habe ich mir noch gar nicht so viele Gedanken gemacht“, meint der 36-Jährige. Auf jeden Fall wolle er diverse Trainerlizenzen erwerben. „Das bietet sich jetzt an.“

Am Samstag ist Saisoneröffnung

Am kommenden Samstag, ab 16 Uhr in der Eishalle, werden Zeck und seine Teamkollegen den Fans vorgestellt. In diesem Jahr hat der Verein das Sommerfest vom ersten Testspiel getrennt. Während dieses erst Anfang September ansteht, wird bereits am Samstag die Saison „eröffnet“: Der Vorverkauf für die Dauerkarten beginnt, Fan-Artikel werden angeboten und auch die Feuerwehr Landsberg beteiligt sich am Programm.

Außerdem gibt es bei einer Tombola viel zu gewinnen und ab 20 Uhr sorgt die Band LPC für Stimmung in der Eishalle – diesmal sind die Riverkings vom Wetter unabhängig.


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