Schwere Zeiten stehen bevor

Bei den Riverkings herrschen weiter große Personalsorgen. Trotzdem blickt Trainer Randy Neal optimistisch auf das Spitzenspiel beim Tabellenzweiten Dorfen (Margit Messelhäuser)

„Ich bin schon sehr froh, dass wir an diesem Wochenende nur ein Spiel haben.“ Riverkings-Trainer Randy Neal merkt man die Sorgen an, die er vor der heutigen Partie in Dorfen hat: Ihm gehen die Spieler aus. „So ein Pech mit langwierigen Verletzungen hatte ich, glaube ich, noch nie“, sagt Neal – die Liste der Spieler, die fehlen, scheint fast länger als die derer, die heute Abend antreten können. Mit Mühe und Not – und dank der Unterstützung durch Jugend-Trainer Markus Kiefl – wird Neal drei Blöcke stellen können. Exemplarisch für die Personalnot ist wohl die Tatsache, dass Neal auch Tobias Turner mit nach Dorfen nimmt – als Stürmer. Um 20 Uhr beginnt die Partie.

Fünf Verteidiger und elf, vielleicht zwölf Stürmer, mehr hat Neal heute Abend nicht zur Verfügung. „Aber es bleiben mit Daniel Menge oder Andreas Geisberger immer noch ein paar Schlüsselspieler“, sagt Neal, das habe sich zum Beispiel in Passau ausgezahlt. „Nachdem wir 1:3 hinten lagen, hatte ich schon befürchtet, das könnte eine 2:7-Niederlage oder höher werden“, blickt Neal auf vergangenen Sonntag zurück. „Doch dann hat sich die Mannschaft toll gefangen“, und es gab nach Verlängerung sogar einen 6:5-Sieg. „Da hatten wir aber auch ein bisschen Glück“, räumt Neal ein.

Das werden die Riverkings auch heute brauchen, wenn sie in Dorfen zu Gast sind. Thomas Zeck, Jonas Schwarzfischer und Elias Maier werden noch mehrere Wochen fehlen. Dennis Neal ist beruflich verhindert, Markus Kerber, Marcel Juhasz, Bohumil „Bobby“ Slavicek fehlen verletzungs- und krankheitsbedingt. Und einige Spieler gehen angeschlagen in die Partie in Dorfen. Außerdem muss Neal auf Keeper Christoph Schedlbauer verzichten. Er habe es zwar nach seiner Leistenverletzung am Dienstag im Training versucht, aber „es ist für ihn einfach noch zu früh“, sagt Neal – damit bekommt erneut Maximilian Güßbacher seine Chance.

Trotz der personellen Misere will Neal in Dorfen versuchen, den Vorsprung auf den Vierten, die Passau Black Hawks, zu halten. Und so wäre jeder Punkt in Dorfen ein Riesenerfolg. „Wir müssen aber in erster Linie versuchen, wieder weniger Gegentore zu bekommen“, sagt Neal. Am vergangenen Wochenende habe es in zwei Spielen zehn Gegentreffer gegeben, das sei eindeutig zu viel gewesen, und mit Blick auf das Passau-Spiel sagt er: „Man kann nicht damit rechnen, in Dorfen sechs Tore zu erzielen.“

Gleichzeitig habe man aber dort gesehen, was alles möglich sei, wenn die Spieler ihre Positionen halten, und das stimmt Neal positiv. „Hut ab, wie die Mannschaft auf die derzeitige Situation reagiert.“

In die Verletzungsmisere passt auch, dass Rob McFeeters, der zu Saisonbeginn bei den Riverkings mittrainierte, nicht für den HCL spielen wird. Er hat sich eine Knieverletzung zugezogen, die im besten Fall langwierig ist – im schlimmsten das Karriereende bedeutet.

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