Neue Führung bei den Riverkings

Markus Haschka wird im Mai bei den Neuwahlen nicht mehr als Vorsitzender des HC Landsberg kandidieren. Er ist dafür mitverantwortlich, dass es den Eishockey-Verein gibt (Margit Messelhäuser)

„Eigentlich war ich es, der vor zehn Jahren im ,Cheers’ gesagt hat: Kommt, lasst uns Nägel mit Köpfen machen“: Markus Haschka gehört zu den Gründern des HC Landsberg und ist seit zehn Jahren Vorsitzender des Vereins. Damit soll im Mai Schluss sein: „Ich will mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Kindern verbringen“, nennt Haschka den Grund.

Damals, vor zehn Jahren, war eine sogenannte 1b-Mannschaft des EV Landsberg im Gespräch – dazu kam es nie, stattdessen gründeten sich die Landsberger Riverkings. In der Bezirksliga nahm das Team, bestehend aus vielen ehemaligen EVL-Spielern, an der Punktrunde teil, bald folgte der Aufstieg in die Landesliga.

Plötzlich stand der Nachwuchs beim HCL vor der Tür

Eigentlich hatte das den Riverkings genügt, doch als der EV Landsberg 2011 Insolvenz anmelden musste, stand der Eishockey-Nachwuchs plötzlich auf der Straße. Die Riverkings entschieden sich in einer Mitgliederversammlung, den jungen Eishockey-Spielern eine Zukunft zu geben – und damit nahm die Vereinsgeschichte eine Wende.

Die erste Mannschaft strebte den Aufstieg in die Bayernliga an, auch um den jungen Spielern eine Perspektive zu bieten. Jetzt, aktuell, befinden sich die Riverkings auf dem besten Weg in die Play-offs – und vielleicht sogar in die Oberliga. „Sollten wir den Aufstieg schaffen, werden wir gemeinsam entscheiden, wie es weitergehen wird“, sagt Markus Haschka. Einen Kandidaten für den Vorsitz gibt es bereits – den Namen will Haschka aber noch nicht nehmen.

Mehr Zeit für die Familie

Leicht hat sich Haschka die Entscheidung nicht gemacht, aber „es ist um einiges schwerer, als Spieler aufzuhören, denn als Vorsitzender“. Und ganz zurückziehen will er sich auch nicht: „Ich bleibe dem Verein auf jeden Fall in beratender Funktion weiter erhalten – wenn Hilfe nötig sein sollte“. Jetzt aber sei es an der Zeit, die Familie in den Vordergrund zu stellen. „Meine Frau hat mich jahrelang unterstützt, und nun will ich etwas von dieser Unterstützung zurückgeben.“ Leichter sei ihm die Entscheidung, nicht mehr anzutreten, auch gefallen, da er die Vereinsführung in gute Hände übergeben könne. Der genaue Termin für die Jahreshauptversammlung steht noch nicht fest, vermutlich werden dann auch weitere Posten neu besetzt.

Am Freitag kommt Passau

Bis dahin soll aber das Sportliche wieder in den Mittelpunkt rücken: Vier Spiele haben die Riverkings noch vor sich, dann steht fest, wer in den Play-offs um den Aufstieg in die Oberliga kämpfen wird. Als Tabellenführer der Gruppe B liegen die Landsberger gut im Rennen. Am kommenden Wochenende erwartet der HCL am Freitag um 20 Uhr die Passau Black Hawks, am Sonntag steht das Auswärtsspiel in Memmingen auf dem Programm.


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