lexikon

Das Eishockey Lexikon

Bauerntrick: Wenn ein Spieler von hinter dem Tor kommt und den Puck beim Herausfahren ganz eng am Pfosten vorbei ins Tor schiebt, wird das „Bauerntrick“ genannt.

Best-of-Serien: In den Play-offs kommt es meist zu Best-of-Serien. Bekannt sind die Best-of-Three-, die Best-of-Five- und die Best-of-Seven-Serie. Zwei Teams Spielen hierbei so oft gegeneinander, bis ein Team zwei, drei, oder vier Spiele gewonnen hat. Die Worte three, five und seven beziehen sich hier auf die Höchstanzahl an Spielen, die nötig sind um einen Sieger zu ermitteln.

Blueliner: Spieler, der sowohl in der Verteidigung wie auch im Angriff eingesetzt werden kann. Er hat einen sehr harten Schuss, weshalb seine Schüsse von der blauen Linie (Blue Line) sehr gefährlich sind.

Boxplay (Unterzahlspiel): Erhält ein Spieler der eigenen Mannschaft eine Zeitstrafe und das Team spielt in Unterzahl, heißt dies Boxplay.

Broken Stick (gebrochener Schläger): Bricht der Schläger eines Spielers, so muss er ihn sofort fallen lassen, damit er damit niemand verletzen kann.

Bully: Nach einer Unterbrechung wird das Spiel mit einem Bully fortgesetzt. Der Schiedsrichter wirft dabei den Puck zwischen die Schläger von zwei gegnerischen Spielern. Es gibt neun Bullypunkte ( einer im Mittelkreis, je zwei vor den beiden Toren und auf den beiden blauen Linien), von denen je nach Art der Fortsetzung eingeworfen wird.

Center: Auch Mittelstürmer genannt, ist der in der Mitte positionierte Stürmer

Check: Ein Check ist generell erlaubt, wenn es ein sogenannter sauberer Check ist, das heißt mit angelegten Armen und ohne den Gegner mit dem Schläger zu verletzen. Verboten sind dagegen zum Beispiel der Check gegen den Kopf oder der Bandencheck von hinten. Solche Checks werden meist mit Zeitstrafen belegt.

Cross-Check: Der Cross-Check ist das wohl bekannteste Vergehen im Eishockey. Es ist ein Check in den Körper des Gegners, der nicht mit dem Körper durchgeführt wird wie beim erlaubten Body-Check, sondern mit dem Eishockey-Schläger in waagrechter Position, also beispielsweise auf Brusthöhe, wodurch der Gegner gegen die Bande gedrückt werden kann. Der Cross-Check wird mit einer Strafe von zwei Minuten geahndet, die auf der Strafbank zu verbüßen ist.

Drop Pass oder Dropping: das Liegenlassen des Pucks in der Angriffsbewegung für einen nachfolgenden Spieler

Empty Net Goal: Empty Net Goal wird ein Tor genannt, bei dem die Mannschaft, die das Tor kassiert, zuvor den Torhüter gegen einen Feldspieler ausgetauscht hat. Das Tor ist dadurch leer. In der Torhüterstatistik wird dieses Tor nicht als Gegentor dem Torhüter zugeordnet.

Gamewinning Goal: das Siegestor. In der Statistik ist es gleichbedeutend mit jenem Treffer, der am Ende mehr erzielt wurde als es der gegnerischen Mannschaft gelang, unabhängig davon, wie viele Tore danach noch erzielt wurden.

Icing: Dies ist der Fall, wenn der Puck direkt oder indirekt (über die Bande) die rote Mittellinie und die gegnerische Torlinie überschreitet. Dann wird abgepfiffen und es gibt Bully in der gegenüberliegenden Endzone. Diese Regel findet keine Anwendung, wenn die Scheibe durch den Torraum geschossen wird oder bei Spiel in Unterzahl. Außerdem wird auch nicht auf Icing entschieden, wenn ein verteidigender Spieler die Möglichkeit hat, selbst den Puck zu spielen oder durch den Torhüter vor der Linie (zur Spielbeschleunigung) gestoppt wird. Seit der Saison 2015/16 gibt es das Hyprid Icing, was ebenfalls ein Icing aufhebt, wenn der angreifende Spieler vor dem verteidigenden Spieler an die Scheibe kommen könnte. Als Messpunkt wird hierbei eine gedachte Linie in Höhe der beiden Bullypunkte vor dem Tor hergenommen.

Mannschaft: Eine Mannschaft darf pro Spiel nur aus 2 Torhütern und 20 Feldspieler bestehen. Im besten Fall sind die 20 Feldspieler in 8 Verteidiger und 12 Stürmer aufgeteilt. Während eines Spiels dürfen sich höchstens 6 Spieler gleichzeitig auf dem Eis befinden. (Regel 201a) In der Regel bestehen diese aus 5 Feld-Spielern und einem Torwart, in besonderen Situationen wird der Torwart aber auch durch einen sechsten Feldspieler ersetzt.

Overtime (Verlängerung): In der BEL wird nach Ablauf der regulären Spielzeit eine fünfminütige 4-gegen-4 Sudden-Death-Overtime gespielt. Wer ein Tor schießt, hat gewonnen. Trifft keine Mannschaft geht es ins Penaltyschießen. Es findet zwischen der Regulären Spielzeit und der Overtime keine Eisaufbereitung statt. Die Spielzeit beträgt maximal fünf Minuten.

Penalty: Wird durch ein Foul eine eindeutige Torchance verhindert, gibt es einen Penalty. Ein Spieler der gefoulten Mannschaft läuft dann alleine auf den Torwart zu und versucht ein Tor zu erzielen. Der Puck darf dabei nur nach vorne bewegt werden, ein Nachschuss ist nicht erlaubt. Der Penalty ist mit dem Elfmeter im Fußball vergleichbar, allerdings sind die Erfolgschancen beim Penalty wesentlich geringer.

Penaltyschießen (Penalty-Shootout): Steht es in einem Spiel nach regulärer Spielzeit und Verlängerung immer noch Unentschieden, gibt es meist ein Penaltyschießen. Von jeder Mannschaft werden dann in der Regel fünf Spieler ausgewählt, die abwechselnd versuchen durch einen Penalty ein Tor zu erzielen, bis ein Sieger feststeht. Spieler, die während des Spiels eine bis über die Verlängerung reichende Strafe erhalten haben, dürfen am Penaltyschießen nicht teilnehmen.

Penaltykilling: das Spiel in Unterzahl nach einer verhängten Strafzeit gegen die eigene Mannschaft

Play-offs: In vielen Eishockey Ligen gibt es nach Ablauf der regulären Punktrunde Play-offs, in denen dann der endgültige Meister ausgespielt wird. Für die Play-offs qualifizieren sich allerdings nur die besten Teams der Hauptrunde. Diese Spielen dann in K.-o.-Runden gegeneinander. Meist wird hier im Best of Three, Best of Five, oder im Best of Seven gespielt.

Powerplay (Überzahlspiel): Wird die gegnerische Mannschaft durch eine Strafe geschwächt und ein Team spielt in Überzahl, so nennt man dies Powerplay.

Puck: Spielgerät aus Hartgummi, 156 – 170 g schwer, Durchmesser 7,62 cm, Dicke 2,54 cm)

Reihenwechsel: Im Eishockey darf fliegend gewechselt werden. Dies geschieht meist in Reihen (Abwehr 2 Spieler, Sturm 3 Spieler), die gleichzeitig ausgetauscht werden. So soll ein Spieler immer mit den gleichen Mitspielern auf dem Eis stehen. Normal sind Wechsel alle 30 bis 100 Sekunden. Auch der Torwart darf jederzeit ausgewechselt werden.

Shutout: Ein Shutout ist, wenn ein Torhüter in einem Spiel ohne Gegentor geblieben ist. Hierbei zählt die reguläre Spielzeit sowie die Overtime. Dies ist eine bedeutsame Leistung für einen Eishockeytorhüter, da die Shutouts auch in den Statistiken erscheinen. Ein Shutout wird als solches nur gezählt, wenn der Torhüter während des gesamten Spiels auf dem Eis war. Wurde während des Spiels der Torhüter gewechselt, zählt das Shutout als Team-Shutout, taucht aber nicht in den Einzelstatistiken der beiden Spieler auf. Endet ein Spiel 0:0, erhalten die Torhüter beider Teams ein Shutout.

Schiedsrichter (Referee): Es gibt einen Hauptschiedsrichter, der über Foul und Strafe entscheidet. Zusätzlich gibt es zwei Linienrichter (Linesmen), die auf Abseits, Icing und Spielerzahl achten.

Schlagschuss (slapshot): Beim Schlagschuss wird der Puck mit der Schaufel so fest wie möglich Richtung Tor geschlagen. Bei korrekter Ausführung kann der Puck auf Spitzengeschwindigkeiten bis zu 175 Kilometer pro Stunde beschleunigt werden. Damit stellt der Schlagschuss die Schusstechnik dar, mit der zwar am härtesten, jedoch nicht am präzisesten, geschossen werden kann. Als Erfinder dieser Technik gilt der frühere kanadische NHL-Spieler Bernie Geoffrion.

Schlittschuhtor: Ein irregulärer Treffer, der durch bewusstes Bewegen des Pucks mit Hilfe eines Schlittschuhs erzielt wurde

Scoring: Wie in den meisten Profi-Sportarten werden auch im Eishockey Statistiken geführt. Diese dienen in erster Linie dazu, die Leistungen von Spielern und Mannschaften auf Basis mathematischer Fakten genauer beurteilen zu können. Das heute in den meisten Eishockey-Ligen gebrauchte System wurde in Nordamerika entwickelt. Auch wenn die wichtigsten Daten grundsätzlich immer auf dieselbe Weise entwickelt werden, gibt es in Art und Umfang der verfügbaren Statistiken Unterschiede.

Slot: Der Bereich zwischen den zwei Bullypunkten und dem Tor. Erreicht der Puck diese Zone herrscht große Gefahr für die verteidigende Mannschaft, die es jetzt schwer hat den Puck wieder aus dem Slot herauszubringen.

Spielzeit: Die Spielzeit im Eishockey beträgt 60 Minuten, aufgeteilt in Drittel zu je 20 Minuten. Die Zeit wird bei jeder Unterbrechung angehalten. Ein Spiel dauert dadurch meist zweieinhalb bis drei Stunden. In den meisten Ligen läuft die Spielzeit Rückwärts.

Spielfeld: Ein Eishockeyspielfeld misst in der Regel 61 Meter x 30 Meter. Es besitzt eine rechteckige Form, ist an den Ecken aber abgerundet. Es ist von einer ca. 1,20 Meter hohen Holz- oder Hartplastikbande umgeben. Über diese sind aus Sicherheitsgründen Schutzglasscheiben oder Fangnetze angebracht. Fünf Querlinien gliedern das Spielfeld. Die rote Linie halbiert das Spielfeld. Auf ihr befindet sich auch der Anspielpunkt (Bullypunkt). Zwei blaue Linien teilen es in drei Zonen ein. Zwei rote Torlinien markieren die Höhe des Tors und trennen den Hintertorbereich ab. In der NHL weichen die Spielfeldgrößen ab.

Strafen:
– Kleine Strafe (2 Minuten)
– kleine Bankstrafe (2 Minuten gegen die Mannschaft)
– doppelte kleine Strafe (2 + 2 Minuten)
– kleine Strafe + Disziplinarstrafe (2 + 10 Minuten)
– große Strafe (5 Minuten + Spieldauer-Disziplinarstrafe)
– Disziplinarstrafe (10 Minuten)
– Matchstrafe (5 Minuten + Matchstrafe: mindestens ein Spiel Sperre)
– Strafschuss (Penalty Shot)

Die kleine, große und Disziplinarstrafe wird von dem Spieler auf der Strafbank abgesessen, gegen den die Strafe ausgesprochen wurde. Somit entsteht meistens eine 5 gegen 4 Spielsituation (Power-Play). Disziplinar- und Matchstrafen werden meist in Kombination mit einer kleinen oder großen Strafe (zum Beispiel 2 min + 10 Disziplinarstrafe) ausgesprochen. In diesem Fall muss ein zweiter Spieler benannt werden, der die kleine oder große Strafe parallel absitzt. Ist diese Strafe abgelaufen, darf die Mannschaft am Eis wieder vollzählig spielen, muss aber auf den bestraften Spieler bis zum Ablauf der Disziplinarstrafe verzichten. Gelingt der in Überzahl spielenden Mannschaft ein Tor, darf der Spieler (sofern er eine kleine Strafe verbüßt) sofort wieder auf das Eis. Auf große Strafen oder Disziplinarstrafen hat ein Tor keinen Einfluss. Sitzen zwei Spieler auf der Strafbank, darf derjenige, dessen Strafe die geringere Restzeit aufweist, wieder auf das Eis.

Time Out: Jede Mannschaft kann pro Spiel eine Auszeit von 30 Sekunden nehmen

Torraumabseits: Befindet sich ein Spieler vor dem Puck im Torraum (blauer Halbkreis vor dem Tor) ist das Torraumabseits und ein möglicherweise erzieltes Tor zählt nicht. Ein Treffer ist gültig, wenn der Angreifer durch einen Gegner in den Torraum gedrängt oder am Verlassen gehindert wurde. Auch wenn der Torschütze den Torwart nicht offensichtlich behindert, während er im Torraum steht, wird das Tor anerkannt.

Top Scorer: Im Eishockey erhält der Spieler einen Scorerpunkt sowohl für ein Tor oder für eine Vorlage – dem sogenannten Assist. Der Begriff Topscorer findet sich in den Statistiken neben dem Toptorjäger und dem Topassistgeber. Toptorjäger und Topscorer sind in diesem Fall also nicht Synonym.

Vergehen: Häufigste Vergehen, für die auch Strafen ausgesprochen werden sind:
– Behinderung (Interference)
– Beinstellen (Tripping)
– Hoher Stock (High-Sticking)
– Haken (Hooking)
– Halten (Holding)
– Halten des Stockes (Holding the Stick)
– Spielverzögerung (Delaying the game)
– Stockschlag (Slashing)
– Bandencheck (Boarding)
– Stock-Check (Cross-Check)
– Check gegen den Kopf (Checking to the head)
– Check von hinten (Checking from behind)
– Ellbogencheck (Elbowing)
– unsportliches Verhalten (Unsportsmanlike conduct)
– übertriebene Härte (Roughing)
– unerlaubter Körperangriff (Charging)
– unkorrekte Ausrüstung (Illegal Equipment)
– unkorrekter Spielerwechsel (Too many player in Ice)
– Stockstich (Spearing)
– Kniecheck (Kneeing)
– Check gegen das Knie (Checking to the knee)

Zamboni: Die Eisreinigungsmaschine. Bei Zamboni handelt es sich eigentlich um einen Hersteller, der jedoch Dank seiner Pionierarbeit Marktführer in diesem Segment ist, sodass der Firmenname zum Allgemeingut wurde.

Zonen: Das Spielfeld ist durch blaue Linien in drei Teile geteilt. Aus Sicht einer Mannschaft in Abwehr-, neutrale und Angriffszone