Frank Kurz beerbt Markus Haschka

Der HC Landsberg hat jetzt einen neuen Präsidenten. Änderungen gibt es aber nicht nur in der Führungsmannschaft des Bayernliga-Vereins.
Der HC Landsberg hat nicht nur einen neuen Vorsitzenden, er hat einen neuen Präsidenten: Frank Kurz löste Markus Haschka an der Spitze des Eishockey-Vereins ab. Da zuvor eine neue Satzung von den knapp 50 anwesenden Mitgliedern beschlossen worden war, wird die Führungsriege in Zukunft als Präsidium bezeichnet. Denn nun gibt es auch einen Ehrenpräsidenten und das ist Markus Haschka. Mit Standing Ovations wurde seine Wahl honoriert.

Frank Kurz, der bereits seit einigen Jahren in der Vereinsführung für den Bereich Marketing zuständig war, erklärte nach seiner Wahl, den Verein im bisherigen Sinne fortführen zu wollen: „Tradition ist bewahrter Fortschritt, Fortschritt ist weitergeführte Tradition“, zitierte er Carl Friedrich von Weizsäcker als seine Leitlinie. Für die kommenden Jahre hatten Kurz und seine Präsidiumsmitglieder ein Konzept für die Aufgabenverteilung vorgestellt. Als Ziel für die erste Mannschaft nannte er den „maximalen sportlichen Erfolg, der finanziell möglich ist. Wir müssen uns immer fragen, was bedeutet es für den Verein und den Nachwuchs“.

Alle Wahlen ohne Gegenstimme

Neben Kurz waren auch die beiden Vizepräsidenten gewählt worden – Gerhard Petrussek (Sport), der dieses Amt bislang kommissarisch bekleidete, wurde in sein Amt offiziell gewählt, Thomas Blaschta (Nachwuchs) wiedergewählt. Ebenso Stefan Schindler als Kassenwart, Joachim Simon als Schriftführer und neu im Amt Rainer Schadel für den Bereich Marketing. Damit wurde das Präsidium von sieben auf sechs Personen reduziert, bei Entscheidungen hat der Präsident die ausschlaggebende Stimme, falls nötig. Ausgefallen sind alle Wahlen ohne Gegenstimmen.

Wie auch die Abstimmung über die neue Satzung, die noch aus der „Gründerzeit“ stammte und nun angepasst werden musste, auch im Hinblick auf den Nachwuchs, den der HC Landsberg nach der Auflösung des EV Landsberg übernommen hat. Dieser Übernahme ist auch ein neuer Passus in der Satzung geschuldet: Von den aktiven Mitgliedern darf der Verein in Zukunft zehn Arbeitsstunden jährlich einfordern – die Anwesenden stimmten ausnahmslos zu. Ebenfalls neu in der Satzung: Es wird künftig eine Familienmitgliedschaft geben.

Vorgestellt wurde diesmal nicht der Etat für die kommende Saison, das sei zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich, so Kassenwart Stefan Schindler. Aber die Zahlen des abgelaufenen Jahres hatte er parat und insgesamt hat der HC Landsberg auch in diesem Jahr mit einer „guten schwarzen Null“ abgeschlossen so Schindler – also ein leichtes Plus eingefahren.

Zufriedener Rückblick

Im Rückblick berichtete Christine Dirauf in Vertretung von der erfolgreichen Eiskunstlauf-Gala und der Teilnahme einer Läuferin bei der bayerischen Meisterschaft, was es schon seit Jahrzehnten nicht mehrgegeben hatte, das Erreichen der Play-offs angesichts der Verletzungsmisere bewertete Markus Haschka in seinem Rückblick als einen „Riesenerfolg“ – im Nachwuchs, berichtete Thomas Blaschta, waren alle Mannschaften in den Endtabellen weit vorne platziert und die Jugend schaffte den Sprung in die DNL DivisionIII (wir berichteten).

Dass es in dieser Richtung weitergehen soll, unterstrich der neue Präsident: „Landsberg soll Icehockey-Town bleiben.“ Eine offizielle Verabschiedung von Markus Haschka und Pressewart Matthias Hitzelberger wird noch beim ersten Punktspiel zu Hause stattfinden.

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