Die Riverkings enttäuschen im Derby

Landsberg unterliegt dem Lokalrivalen Buchloe. Vor allem die schlechte Chancenverwertung bringt den HCL auf die Verliererstraße.  (Dominic Wimmer)

Faustdicke Überraschung in der Eishockey-Bayernliga: Der HC Landsberg hat im Freitagsspiel das Derby gegen den ESV Buchloe knapp mit 4:5 verloren. In einer eher schwachen Partie enttäuschte der Tabellendritte gegen den Zehnten über weite Strecken. Für die Riverkings war es die zweite Saisonniederlage auf eigenem Eis.

In den ersten Minuten tat sich nicht viel. Beide Teams agierten auf Augenhöhe. Mit der ersten richtigen Gelegenheit schoss Markus Kerber seine Farben aus zentraler Position in Führung (5.). Allerdings hatte das 1:0 nicht lange Bestand. Denn ausgerechnet der Ex-Landsberger Simon Beslic erzielte mit dem ersten Schuss aufs Landsberger Gehäuse zweieinhalb Minuten später den Ausgleich, als die Scheibe im rechten Kreuzeck einschlug. Für den aus  Buchloe stammenden Landsberger Keeper Maximilian Güßbacher gab es in der 14. Minute auch nichts zu halten, als Alexander Krafczyk aus ähnlicher Position abzog. Diesmal schlug es links oben ein. Aber der HCL fand schnell die passende Antwort. In Überzahl traf Bobby Slavicek 67 Sekunden später auf Zuspiel von Andreas Geisberger und Daniel Menge zum 2:2. Damit setzte sich die beeindruckende Serie des Tschechen, der zum Spieler des Monats Oktober in der Bayernliga gewählt worden war, fort. Der Spielstand bildete das Geschehen auf dem Eis perfekt ab. Denn der Tabellenzehnte aus der Landsberger Nachbarstadt spielte munter mit und ließ den Dritten nicht besonders ins Spiel kommen. So verlief die Partie auch recht ereignisarm.

Plötzlich wird es rasant

Sehenswert war der Start ins zweite Drittel. Die Riverkings hatten noch eine Strafzeit aus dem ersten mitgenommen. Als Sven Gäbelein wieder von der Strafbank durfte, bekam er sofort die Scheibe und lief mutterseelenallein aufs Buchloer Tor zu. Er stolperte, rappelte sich aber wieder auf und bediente Dennis Sturm, der zum 3:2 traf (22.). Aber Buchloe zeigte sich davon unbeeindruckt. In der 25. Minute wurde Maximilian Hofer von der HCL-Defensive sträflich allein gelassen und konnte in Überzahl ausgleichen. Auf der anderen Seite konnten die Riverkings ein Powerplay nicht nutzen. Ansonsten tat sich bis zum Ende des zweiten Drittels nicht mehr viel. Derbyatmosphäre auf dem Eis? Fehlanzeige…

Die Chancen bleiben liegen

Der Schlussdurchgang wurde mit einem Powerplay für  Landsberg eingeläutet. Ein Lattentreffer von Geisberger eröffnete den Chancenreigen, aber Tor wollte keines fallen. Jetzt waren die Riverkings im Spiel und ESV-Goalie Daniel Blankenburg geriet unter Dauerbeschuss. Aber das kleine Feuer war nach einer Auszeit der Gäste wieder erloschen und die schlechte Chancenverwertung rächte sich. Denn in der 46. Minute schoss Krafczyk die Buchloer mit 4:3 in Führung.

Dann wurde es doch noch hitzig auf dem Eis. Sven Gäbelein erzielte in der 52. Minute den wichtigen Ausgleich. Mehrere Überzahlspiele des HCL verpufften. Dafür traf Buchloe durch Timo Rauskolb zum 5:4. Maximilian Güßbacher im Landsberger Tor hatte auch in dieser Situation das Nachsehen. Die Pirates brachten den Sieg dann über die Zeit. Landsberg muss sich auf jeden Fall mächtig strecken, wenn es am Sonntag in Passau Punkte geben soll.


Die Riverkings enttäuschen im Derby – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Die-Riverkings-enttaeuschen-im-Derby-id43148596.html