Der HCL-Kapitän kann nicht vorangehen

Im Topspiel der Eishockey-Bayernliga geht es für Landsberg gegen Dorfen. Andreas Geisberger ist nicht dabei. Vielleicht ist die Saison für den Kapitän bereits gelaufen. (Margit Messelhäuser)

Ein absolutes Topspiel steht am Freitagabend ab 20 Uhr in der Landsberger Eishalle auf dem Programm: Der Tabellendritte HC Landsberg erwartet den Zweiten ESC Dorfen. Auch wenn beide Teams bereits für die Zwischenrunde qualifiziert sind, geht es noch darum, in welche Gruppe beide Klubs eingeteilt werden. Beide Teams können theoretisch auch noch Spitzenreiter Höchstadt einholen. Am Sonntag ist HCL-Trainer Randy Neal mit seiner Mannschaft dann zum Derby bei seinem Ex-Klub in Peißenberg zu Gast.

„Gegen Dorfen haben wir noch etwas gutzumachen“, sagt Randy Neal. Das Hinspiel hatten die Landsberger mit 4:9 deutlich verloren. Das wollen Trainer und Team nicht so auf sich sitzen lassen. Es war die höchste Niederlage der Riverkings überhaupt in dieser Saison. „Es kann gut sein, dass wir mit Dorfen in einer Gruppe sind, da wollen wir gleich zeigen, wer der Herr im Haus ist“, verspricht Neal.

Geisberger ist nicht der einzige Ausfall

Allerdings wird er auf einen wichtigen Spieler verzichten müssen: Kapitän Andreas Geisberger. Er hatte sich – wie berichtet – an der Hand verletzt und es scheint schlimmer zu sein, als zunächst vermutet. „Er muss zu einem Spezialisten. Der wird entscheiden, ob man operieren muss oder ruhigstellen reicht“, sagt Neal. Im Falle einer OP wäre für Geisberger die Saison vermutlich gelaufen. „Das Verletzungspech bleibt uns also treu“, so der Coach. Denn neben Stefan Kerber, den seine Schulterverletzung noch länger ausbremsen wird, muss er eventuell auch auf Thomas Fischer verzichten. Eine Schnittwunde hat sich bei ihm entzündet. „Aber Jammern hilft nicht, da muss man durch. Wobei ich so eine Saison auch noch nie erlebt habe.“ Aber zum Glück habe sich inzwischen Thomas Zeck wieder zurückgemeldet und gegen Passau schon gespielt.

Die Rückkehr zum ehemaligen Verein fällt ihm leicht

Am Sonntag geht es dann zum vorletzten Spiel der regulären Saison nach Peißenberg, der früheren Mannschaft von Randy Neal. Dass er in die falsche Kabine geht, könne nicht passieren, denn die Begegnung mit seinen ehemaligen Spielern in Landsberg sei sehr unterkühlt verlaufen. „Meine Spieler haben mich deshalb gefragt, ob ich im Streit gegangen bin“, beschreibt Neal die Situation.

In den Jahrzehnten, in denen er schon im Eishockey tätig ist, habe er das nicht gekannt: „Normal unterhält man sich vor dem Spiel, auf dem Eis ist man Gegner mit harten Checks und danach trinkt man ein Bier zusammen.“ Das sahen einige seiner ehemaligen Spieler nicht so – „da war ich schon ein bisschen enttäuscht“, so Neal. Insofern fällt ihm die Rückkehr leicht.


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